By Nicholas Cox August 25, 2026
Leitfaden für die Migration von Oracle HFM zu OneStream

In diesem Artikel
Zusammenfassung
Finance-Verantwortliche sollten die Migration von Oracle HFM zu OneStream als Business Transformation und nicht als reines IT-Projekt betrachten und einen Governance-orientierten Plan entwickeln, der auf die Performance des Financial Close, das Risikomanagement und langfristige operative Effizienz ausgerichtet ist.
Zu den wichtigsten Aspekten gehören die häufig zunächst verborgene Komplexität der Migration, eine realistische Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO) sowie die Notwendigkeit, Finance-Ressourcen über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten für das Projekt bereitzustellen. Gleichzeitig muss das Tagesgeschäft (Business as Usual, BAU) durch parallele Abschlusszyklen abgesichert werden.
Der Business Case sollte sich weniger auf technologische Funktionen als vielmehr auf Kostenreduzierungen, Produktivitätssteigerungen und eine bessere Entscheidungsqualität konzentrieren. Konkrete quantitative Nachweise sind nur begrenzt verfügbar. Der Beitrag verweist jedoch darauf, dass sich bereits mehr als 450 ehemalige Hyperion-Kunden für OneStream entschieden haben.
Die zentrale Erkenntnis: Finance sollte die Verantwortung für die Migrationsstrategie übernehmen, erfolgsorientierte und messbare Kriterien definieren und sicherstellen, dass das Projekt bestehende Prozesse tatsächlich modernisiert, anstatt HFM lediglich in einer neuen Systemumgebung nachzubilden.
Oracle Hyperion Financial Management (HFM) ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil von Financial Close und Konsolidierung in großen Unternehmen. Doch angesichts des auslaufenden Oracle-Supports und der klaren Verlagerung des Corporate Performance Management (CPM) hin zu Cloud-nativen Plattformen hat sich die zentrale Frage für viele Finance-Teams verändert. Es geht nicht mehr darum, ob sie migrieren, sondern wie.
Für Finance-Verantwortliche ist die Migration von HFM zu OneStream kein reines Technologieprojekt. Sie ist eine geschäftliche Entscheidung mit konkreten Auswirkungen auf Abschlusszeiten, Audit Readiness, Teamkapazitäten und langfristige Kosten. Dennoch werden HFM-Migrationen allzu häufig an IT-Abteilungen und Berater delegiert. Die Folge? Chief Financial Officers (CFOs) und Controller werden erst mitten im Projekt mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert.
Dieser Blogbeitrag richtet sich an Finance-Verantwortliche, die die HFM-Migration strategisch steuern müssen. Folgende Themen werden behandelt:
- Warum diese Entscheidung auf Ihrem Schreibtisch landet
- Wozu Sie sich tatsächlich verpflichten
- Wie Sie den Financial Close während der Migration absichern
- Welche Fragen Sie zur Governance stellen sollten
- Was Sie nach der Migration erwartet
- Wie Sie einen überzeugenden Business Case entwickeln
Das Ziel besteht nicht darin, Sie zum technischen Experten zu machen. Vielmehr soll dieser Beitrag Sie dabei unterstützen, gut vorbereitet in Gespräche über die Migration zu gehen. Sie erfahren, welche Fragen Sie stellen sollten, welche zentralen Entscheidungen anstehen und wie Sie den weiteren Weg fundiert und mit der notwendigen Sicherheit gestalten können.
Warum diese Entscheidung auf Ihrem Schreibtisch landet
Über viele Jahre war vorgesehen, dass der Premier Support für die Oracle Hyperion Suite, zu der auch HFM gehört, im Jahr 2030 endet. Dieser Termin wurde später zunächst auf 2032 und anschließend erneut auf 2033 verschoben. Auch wenn eine weitere Verlängerung möglich ist, ist die damit verbundene Botschaft keineswegs positiv. Es besteht zunehmend Unsicherheit darüber, wie lange HFM noch unterstützt wird und ob weitere Funktionen entfallen könnten. Warum? Oracles strategische Enterprise-Performance-Management-(EPM)-Produkte sind die EPM-Cloud-Lösungen des Unternehmens. Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf diesen Bereich, während nur noch minimale Investitionen in HFM fließen, um den laufenden Betrieb sicherzustellen.
Wenn Ihr Unternehmen Oracle HFM einsetzt, kann die weitere Nutzung zunächst Kontinuität bieten und notwendige Investitionen hinauszögern. Um jedoch von den verlängerten Premier-Support-Zeiträumen zu profitieren, ist ein Update auf das aktuelle Release 11.2 erforderlich – und dieses dürfte mit erheblichen Kosten verbunden sein. Darüber hinaus könnten Funktionen entfallen, die mit dieser Version eingestellt wurden. Weitere Risiken ergeben sich durch fehlende Funktionen, manuelle Workarounds, neue Anforderungen oder Einschränkungen beim Service-Level. Treten solche Probleme auf, kann eine Lösung unmöglich, schwierig oder nur mit erheblicher Verzögerung realisierbar sein.
Eine entscheidende Frage lautet daher: Was tun Sie, wenn etwas nicht mehr funktioniert – insbesondere während einer geschäftskritischen Phase? Was passiert, wenn bei einer Prüfung Probleme auftreten? Und was tun Sie, wenn auf dem Markt keine Fachkräfte mit HFM-Know-how mehr verfügbar sind? Diese Fragen sollten unbedingt geklärt werden, bevor Sie über den weiteren Weg entscheiden.
Die Innovationsgeschwindigkeit im EPM-Umfeld ist hoch. Deshalb ist es wichtig, umfassend zu bewerten, wie sich Technologien und Software seit der ursprünglichen Einführung von Hyperion weiterentwickelt haben. Wie hat sich Ihr Unternehmen in den vergangenen Jahren verändert? Sie sollten genau verstehen, welche neuen Möglichkeiten heute verfügbar sind, um sowohl aktuelle als auch zukünftige Anforderungen abzudecken. Diese sollten anschließend in jede Bewertung und Nutzenanalyse einfließen.
Letztlich wurde HFM für eine Welt der periodischen Konsolidierung entwickelt: Ist-Daten erfassen, Bücher abschließen und an den Vorstand berichten. Das ist im Kern ein Accounting-Workflow. Eine Migration von HFM bedeutet daher nicht einfach, eine Software durch eine andere zu ersetzen.
Vielmehr geht es um eine grundlegende Entscheidung darüber, welche Rolle Finance heute und in Zukunft im Unternehmen einnehmen soll.
Wozu Sie sich tatsächlich verpflichten
Die Entscheidung für eine Migration ist der einfache Teil. Was danach kommt, überrascht viele Finance-Verantwortliche. Nicht, weil Informationen fehlen, sondern weil das vollständige Ausmaß des Projekts häufig erst sichtbar wird, wenn die Migration bereits begonnen hat. Bevor Sie sich festlegen, sollten Sie daher insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:
- Zeitplanung: Viele HFM-Umgebungen wurden nie vollständig dokumentiert. Dazu gehören Konsolidierungsregeln, Intercompany-Eliminierungen, Logiken zur Währungsumrechnung und umfangreiches, über Jahre gewachsenes Prozesswissen. Häufig liegt dieses Wissen ausschließlich bei ein oder zwei Personen, die das System vor Jahren aufgebaut haben. Was tatsächlich auf Sie zukommt, zeigt sich deshalb oft erst bei der detaillierten Analyse der Daten und Prozesse. Und diese Bestandsaufnahme bringt fast immer mehr Komplexität ans Licht als erwartet: Sonderfälle bei einzelnen Gesellschaften, Workarounds, die auf anderen Workarounds aufbauen, oder individuelle Skripte, deren Funktionsweise niemand mehr vollständig erklären kann.
Planen Sie diese Komplexität von Anfang an ein und berücksichtigen Sie entsprechende Zeitpuffer in Ihrem Projektplan.
- Realistische Total Cost of Ownership (TCO): Bevor Sie bewerten, was eine neue Plattform kostet, sollten Sie sich ein realistisches Bild von den Kosten Ihrer heutigen Lösung machen. Der Betrieb einer Legacy-Lösung ist keineswegs kostenlos. Sie zahlen für Supportverträge einer alternden Infrastruktur, für interne IT-Ressourcen, die das System am Laufen halten, und für Workarounds, die Ihr Team entwickelt hat, um Funktionen abzubilden, für die die Plattform ursprünglich nie ausgelegt war.
Jeder manuelle Prozess, den das System nicht automatisieren kann, kostet Zeit. Und im Finance-Bereich hat Zeit einen konkreten finanziellen Wert.
Hinzu kommen die Kosten dessen, was Sie mit Ihrer heutigen Lösung nicht leisten können. Wie äußert sich das? In längeren Abschlusszeiten. In Reporting-Prozessen, die manuelle Arbeitsschritte erfordern. In eingeschränkten Möglichkeiten zur Szenariomodellierung. Oder darin, dass Finance nicht schnell genug reagieren kann, wenn das Unternehmen kurzfristig Antworten benötigt. Diese Kosten erscheinen auf keiner Rechnung. Dennoch sind sie sehr real – in Form geringerer Produktivität, eingeschränkter Entscheidungsqualität und der Belastung qualifizierter Mitarbeitender, die Monat für Monat die Einschränkungen eines nicht mehr zeitgemäßen Systems kompensieren müssen.
Erfassen und dokumentieren Sie deshalb auch, was mit Ihrer heutigen Lösung derzeit nicht möglich ist.
- Interne Ressourcen: Dieser Aufwand wird von Finance-Verantwortlichen besonders häufig unterschätzt. Eine Migration zu OneStream ist kein Projekt, das einfach an die IT und einen externen Berater übergeben werden kann. Vielmehr erfordert sie eine kontinuierliche Beteiligung Ihres Finance-Teams. Warum? Weil diese Mitarbeitenden die Reporting-Logik verstehen, den Abschlussprozess verantworten und beurteilen können, ob die Ergebnisse korrekt sind. Planen Sie deshalb ein, Ihre erfahrensten Mitarbeitenden aus Konsolidierung und Reporting über einen längeren Zeitraum intensiv in das Projekt einzubinden – je nach Komplexität häufig über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.
Vor Projektbeginn sollten Sie deshalb konkrete Antworten auf folgende Fragen haben: Welche Mitarbeitenden werden benötigt? Wie viele Stunden pro Woche? Über welchen Zeitraum? Und wer übernimmt ihre Aufgaben im Tagesgeschäft (Business as Usual, BAU), während sie im Projekt gebunden sind?
Ohne Antworten auf diese Fragen haben Sie keinen belastbaren Plan – sondern lediglich ein Vorhaben.
So schützen Sie den Financial Close während der Migration
Ihr Abschlussprozess macht während einer Migration keine Pause. Dieses Spannungsfeld – das Tagesgeschäft aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die zugrunde liegende Systemlandschaft neu aufzubauen – gehört zu den am häufigsten unterschätzten operativen Herausforderungen jeder Finance Transformation.
Die zusätzliche Belastung durch das Business as Usual (BAU) ist erheblich. Genau die Mitarbeitenden, die Ihren Financial Close verantworten, werden gleichzeitig benötigt, um Datenmodelle zu validieren, die Konsolidierungslogik zu testen und Kontenabstimmungen freizugeben. Deshalb benötigen Sie bereits vor Projektbeginn einen klaren Plan dafür, wie beide Arbeitsstränge personell abgedeckt werden – und nicht erst, wenn sich der erste Abschluss verzögert.
Die meisten Unternehmen betreiben HFM und OneStream mindestens über einen vollständigen Abschlusszyklus parallel, häufig sogar über zwei oder drei, bevor sie genügend Sicherheit für die vollständige Umstellung haben. Diese Parallelphase ist operativ aufwendig und wird bei der Zeit- und Ressourcenplanung fast immer unterschätzt. Planen Sie sie deshalb von Anfang an ausdrücklich ein.
Definieren Sie vor dem Go-live Ihre nicht verhandelbaren Anforderungen schriftlich: Standards für die Datenintegrität, Anforderungen an den Audit Trail und Genauigkeitsschwellen für das Intercompany Matching. Dabei handelt es sich nicht um Zielvorstellungen, sondern um Ihre konkreten Go-live-Kriterien.
Daraus ergibt sich der wichtigste Punkt: Behalten Sie selbst die Entscheidungshoheit über den Go-live. Ihr Abschlussprozess, Ihre Bilanz, Ihre Entscheidung.
Welche Fragen Sie zur Governance stellen sollten
Bevor Sie mit der Bewertung einer Migration zu OneStream beginnen, sollten Sie sich auf das Governance-Modell verständigen, das dem Projekt zugrunde liegen soll. Die folgenden Fragen helfen dabei, klare Verantwortlichkeiten, Rechenschaftspflichten und Entscheidungsprozesse zu etablieren – entscheidende Voraussetzungen dafür, eine HFM-Migration termingerecht, im vorgesehenen Budget und mit den angestrebten Geschäftsergebnissen umzusetzen.
1. Warum sollte eine HFM-Migration als Partnerschaft verstanden werden?
Die IT kann die technischen Aspekte einer Migration selbstverständlich steuern. Finance muss jedoch das Zielbild verantworten. Die wichtigste Entscheidung betrifft nicht die Frage, wie Sie migrieren, sondern zu welchen Funktionen, Prozessen und welchem Betriebsmodell Sie migrieren. Erfolgreiche Modernisierungsprogramme profitieren zudem von der Einbindung eines erfahrenen Implementierungspartners, der bewährte Methoden, Best Practices und Erfahrungen aus vergleichbaren Transformationsprojekten einbringen kann.
Werden Programme zur Ablösung von HFM primär als IT-Projekte betrachtet, besteht die Gefahr, bestehende Strukturen lediglich neu aufzubauen, anstatt sie für die Zukunft zu transformieren.
Ein von Finance gesteuerter Ansatz, unterstützt durch die IT und einen erfahrenen Partner, hilft dabei, typische Fallstricke zu vermeiden:
- Die neue Plattform bildet lediglich die bestehenden HFM-Prozesse nach und wird damit faktisch zu „HFM in neuem Gewand“.
- Finance übernimmt eine Lösung, die auf den technischen Erfolg der Migration optimiert wurde, statt auf geschäftliche Agilität, bessere Einblicke und Skalierbarkeit.
- Wichtige Designentscheidungen werden getroffen, ohne von der Erfahrung eines Partners aus zahlreichen Migrations- und Transformationsprojekten zu profitieren.
- Das begrenzte Zeitfenster für die Transformation wird für eine reine Lift-and-Shift-Migration genutzt, anstatt Prozesse zu modernisieren, zu automatisieren und Best Practices zu etablieren.
Die Kombination aus der Verantwortung von Finance, der Zusammenarbeit mit der IT und der Erfahrung eines kompetenten Implementierungspartners schafft die stärkste Grundlage für eine erfolgreiche Migration. Eine Migration, die HFM nicht nur ersetzt, sondern ein agileres, skalierbares und zukunftsfähiges Betriebsmodell für Finance ermöglicht.
Die entscheidende Governance-Frage lautet daher: Migrieren wir lediglich unser System – oder transformieren wir unsere Finance-Funktion?
2. Wie bewerten wir unseren Implementierungspartner und stellen sicher, dass er die vereinbarten Ziele erreicht?
Der Erfolg einer Migration sollte nicht daran gemessen werden, ob Daten erfolgreich von HFM zu OneStream übertragen wurden. Stattdessen sollten die Governance-Verantwortlichen Erfolgskriterien definieren, die sich an konkreten Geschäftsergebnissen orientieren – beispielsweise kürzere Abschlusszyklen, weniger manueller Aufwand, höhere Transparenz, stärkere Kontrollen und umfassendere Self-Service-Reporting-Möglichkeiten.
Implementierungspartner sollten deshalb nicht nur dafür verantwortlich sein, das Projekt termingerecht und innerhalb des Budgets umzusetzen. Sie sollten auch dazu beitragen, genau die zukünftigen Funktionen und Prozessverbesserungen zu realisieren, die den Business Case für die Migration ursprünglich begründet haben.
Zu den zentralen Fragen an einen Implementierungspartner gehören:
- Hinterfragt der Partner bestehende Legacy-Prozesse oder bildet er sie lediglich im neuen System nach?
- Wie stellt er den Wissenstransfer an die internen Teams sicher?
- Welche messbaren Geschäftsergebnisse werden zum Go-live und darüber hinaus erreicht?
- Wie wird der Erfolg sechs und zwölf Monate nach der Einführung bewertet?
3. Wie gehen wir mit Änderungsanforderungen um?
Bei jeder Migration entstehen neue Anforderungen, konkurrierende Prioritäten und Wünsche nach zusätzlichen Funktionen. Ohne eine konsequente Governance kann Scope Creep schnell das Budget belasten, Projektlaufzeiten verlängern und zusätzliche Risiken schaffen.
Definieren Sie deshalb bereits zu Beginn, wie Änderungsanforderungen bewertet werden, wer sie genehmigt und wie ihre Auswirkungen auf Kosten, Zeitplan und geschäftlichen Mehrwert beurteilt werden. Eine Erweiterung des Projektumfangs ist nicht grundsätzlich negativ – manche Änderungen können erheblichen zusätzlichen Mehrwert schaffen. Entscheidend ist jedoch, dass jede Entscheidung bewusst und transparent getroffen wird.
Die zentrale Frage lautet: Bringen uns die gewünschten Änderungen unserem zukünftigen Zielbild näher – oder führen sie uns zurück zur Nachbildung genau jener Legacy-Umgebung, die wir ursprünglich ersetzen wollten?
Was Sie nach der Migration erwartet
Der Wechsel zu OneStream bietet eine einheitliche Plattform für sämtliche CPM-/EPM-Prozesse sowie Skalierbarkeit, Flexibilität und Zugang zu innovativen Funktionen, die in anderen Lösungen nicht verfügbar sind.
Was OneStream wirklich von Oracle HFM und anderen Oracle EPM-Modulen unterscheidet, ist, dass mehrere Anwendungen nicht mehr separat aufgebaut, installiert, integriert, erlernt und gewartet werden müssen. Da OneStream auf einem einheitlichen Datenmodell – einem zentralen Datenbestand – und Extensible Dimensions basiert, können Unternehmen sämtliche Geschäftsprozesse in einem System steuern.
Die Unterschiede werden insbesondere in zwei Bereichen schnell deutlich: Produkt und Service.
Produkt
Der Nutzen einer erfolgreich durchgeführten Migration stellt sich nicht auf einmal ein. In zwei Bereichen zeigen sich jedoch häufig besonders schnell Verbesserungen: bei der Geschwindigkeit des Financial Close und bei der Flexibilität des Reportings.
Ein schnellerer Financial Close ergibt sich in der Regel dadurch, dass manuelle Übergaben entfallen, die sich im Laufe der Jahre rund um ein Legacy-System angesammelt haben. Dazu gehören separate Prozesse in Tabellenkalkulationen, Statusverfolgung per E-Mail oder Abstimmungen, die erforderlich sind, weil das bestehende System sie nicht automatisieren kann. Entfallen diese manuellen Arbeitsschritte, lässt sich der Abschluss häufig unmittelbar um mehrere Tage verkürzen.
Auch die Flexibilität des Reportings verbessert sich. Wenn Konsolidierung, Planung und Reporting auf demselben Datenmodell basieren, müssen dieselben Zahlen nicht mehr an verschiedenen Stellen immer wieder neu aufbereitet werden. Eine Abweichungsanalyse, deren manuelle Zusammenstellung zuvor zwei Tage in Anspruch genommen hat, kann das Team nun innerhalb weniger Stunden durchführen.
Der bedeutendste architektonische Unterschied ist jedoch keine einzelne Funktion: Der entscheidende Unterschied liegt in der Vereinheitlichung. HFM wurde von Grund auf als Konsolidierungslösung entwickelt. Planung, Forecasting und Reporting waren stets angrenzende Prozesse, die über Integrationen mit der Konsolidierung verbunden wurden. Diese Integrationen müssen kontinuierlich gewartet werden und bergen fortlaufende Abstimmungsrisiken. OneStream hingegen wurde von Beginn an als einheitliche Plattform konzipiert.
Service
Im Bereich Service verfolgt OneStream das Ziel eines 100-prozentigen Kundenerfolgs. Das Customer-Service-Portal von OneStream ist darauf ausgelegt, Support in Echtzeit bereitzustellen. Durch das einstufige Supportmodell begleitet ein einziger Support Engineer Ihre Anfrage von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Lösung. Darüber hinaus stellt OneStream folgende Ressourcen zur Verfügung:
- Wissensdatenbank: Direkt zugängliche und durchsuchbare FAQs sowie praxisnahe Anleitungen und konkrete „How-to“-Beispiele.
- Dokumentation: Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu sämtlichen Funktionen der Plattform.
- Release Notes: Eine transparente Übersicht über neue Produktfunktionen und Erweiterungen, damit Sie nachvollziehen können, welche Verbesserungen vorgenommen wurden und wie Sie diese nutzen können.
- Community Forum: Eine Plattform für den Austausch mit anderen Kunden und Service-Experten zu Fragestellungen, Erfahrungen und Best Practices.
So entwickeln Sie Ihren Business Case
Finance-Verantwortliche machen bei Präsentationen vor dem CFO oder Vorstand mitunter den Fehler, vor allem die technologischen Vorteile in den Mittelpunkt zu stellen. In diesem Umfeld überzeugen jedoch nicht einzelne Funktionen – entscheidend sind die Geschäftsergebnisse.
Strukturieren Sie Ihren Business Case deshalb anhand von drei Kategorien:
- Kostenreduzierung: Welche Kosten für Support, Wartung, manuelle Prozesse und externe Ressourcen entfallen oder reduzieren sich, sobald die Legacy-Umgebung außer Betrieb genommen wird?
- Produktivität: Wie viele Arbeitsstunden werden durch einen effizienteren Financial Close, eine schnellere Berichtserstellung und weniger Abstimmungsaufwand frei – und für welche wertschöpfenderen Aufgaben kann Ihr Team diese Zeit stattdessen einsetzen?
- Entscheidungsqualität: Schnellere Reporting-Zyklen, verlässlichere Daten und die Möglichkeit, Szenarien in Echtzeit zu modellieren. Gerade der letzte Punkt lässt sich schwieriger quantifizieren, ist aber für Vorstände unmittelbar nachvollziehbar, die bereits auf einen aktualisierten Forecast warten mussten, bevor sie eine wichtige Entscheidung treffen konnten.
Stellen Sie beide Seiten transparent gegenüber. Zeigen Sie die vollständigen Kosten der Migration – Implementierung, interne Ressourcen, Parallelbetrieb und Schulungen – und verbinden Sie diese mit einem realistischen Zeitraum bis zum Break-even. Denn ein glaubwürdiger Business Case mit einer Amortisationszeit von 30 Monaten wird eher überzeugen als eine optimistische Kalkulation, die bereits bei der ersten kritischen Rückfrage nicht mehr standhält.
Bewährter Weg
Viele ehemalige Oracle-Hyperion-Kunden haben bei der Evaluierung neuer Lösungen großen Wert darauf gelegt, auf eine Plattform umzusteigen, die technologisch an der Spitze der Innovation steht. Aus diesem Grund ist OneStream inzwischen für mehr als 450 Oracle-Hyperion-Kunden der Anbieter ihres Vertrauens. Diese Unternehmen konnten zahlreiche Vorteile erzielen. Hier einige Beispiele:
- Nutreco – Reduzierung des administrativen Aufwands und manueller Tätigkeiten sowie Beseitigung der Risiken und Komplexität bei Datenintegration, Validierung und Abstimmung zwischen verschiedenen Produkten, Anwendungen und Modulen.
- Fruit of the Loom – Das Unternehmen muss sich keine Sorgen mehr über Systemausfälle während des Periodenabschlusses machen. Schlaflose Nächte oder Anrufe mitten in der Nacht aufgrund von Systemproblemen gehören der Vergangenheit an. OneStream ist jederzeit verfügbar.
- Terex – Abbildung der Anforderungen sowohl auf Konzernebene als auch in verschiedenen Geschäftsbereichen (Lines of Business, LOB) auf einer einzigen, einheitlichen Plattform.
Mehr erfahren
Sind Sie bereit für den nächsten Schritt bei Ihrer Migration von HFM zu OneStream? Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite mit Customer Stories. Dort berichten Kunden über ihre Erfahrungen bei der Migration von HFM. Oder fordern Sie eine Demo an, um OneStream selbst kennenzulernen.
Häufige Fragen - FAQs
Ist OneStream eine Alternative zu Oracle HFM?
Ja. OneStream bietet leistungsfähige Funktionen für die Finanzkonsolidierung auf Enterprise-Niveau und eignet sich für Unternehmen, die Oracle HFM ablösen möchten. Dazu gehören die Unterstützung komplexer Beteiligungsstrukturen, Intercompany-Eliminierungen, Multi-Currency-Reporting, Auditierbarkeit und Financial-Close-Prozesse. Darüber hinaus geht OneStream über die reine Konsolidierung hinaus und unterstützt Planung, Reporting, Analytics, Kontenabstimmungen und Finance AI auf einer einheitlichen Plattform.
Was ist der Unterschied zwischen OneStream und Oracle HFM?
Oracle HFM wurde in erster Linie für Finanzkonsolidierung und Reporting entwickelt. Im Laufe der Zeit haben viele Unternehmen separate Lösungen für Planung, Forecasting, Kontenabstimmungen, Reporting, Analytics und Datenmanagement ergänzt.
OneStream vereint Financial Close, Konsolidierung, Planung, Reporting, Analytics, Kontenabstimmungen und Finance AI auf einer einzigen Plattform mit einem gemeinsamen Datenmodell. Dadurch können Unternehmen Integrationen reduzieren, doppelte Datenbestände vermeiden, die Governance verbessern und eine Single Source of Truth schaffen.
Warum wechseln Unternehmen von Oracle HFM zu anderen Lösungen?
Viele Unternehmen modernisieren ihre Finance-Prozesse und betrachten dabei zunehmend Lösungen, die über eine eigenständige Konsolidierungsanwendung hinausgehen. Gefragt sind heute Funktionen für Planung, Reporting, Analytics, Kontenabstimmungen, Governance und KI auf einer einheitlichen Plattform – anstelle einer Vielzahl separater Anwendungen. Dies ist häufig der Anlass, Alternativen zu Oracle HFM zu evaluieren.
Ist OneStream für die Finanzkonsolidierung besser geeignet als Oracle HFM?
Sowohl OneStream als auch Oracle HFM unterstützen Finanzkonsolidierung auf Enterprise-Niveau. OneStream bietet Funktionen für komplexe Beteiligungsstrukturen, Intercompany-Eliminierungen, Mehrwährungs-Reporting, Abschlussmanagement, Auditierbarkeit und Echtzeitanalysen.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass OneStream diese Konsolidierungsfunktionen mit Planung, Reporting, Analytics und Finance AI auf einer einheitlichen Plattform verbindet.
Wird Oracle HFM weiterhin unterstützt?
Oracle unterstützt Oracle HFM weiterhin, wobei der Supportstatus von der jeweiligen Version abhängt. Versionen vor 11.2 befinden sich im Sustaining Support, sodass keine neuen Fehlerbehebungen mehr bereitgestellt werden. Version 11.2 wird voraussichtlich noch bis etwa 2036/2037 unterstützt, befindet sich jedoch im Continuous-Innovation-Modell, bei dem keine neuen Funktionen hinzukommen. Viele Unternehmen nutzen diesen Zeitpunkt daher als Gelegenheit, ihre Finance-Systemlandschaft zu überprüfen und eine Modernisierung zu evaluieren.
Was ist die beste Alternative zu Oracle HFM?
Bei der Bewertung von Alternativen berücksichtigen Unternehmen typischerweise Funktionen für Finanzkonsolidierung, Skalierbarkeit, Reporting, Planung, Analytics und Governance sowie den Administrationsaufwand.
OneStream wurde entwickelt, um diese Funktionen auf einer einheitlichen Plattform bereitzustellen, anstatt mehrere separate Produkte miteinander integrieren zu müssen.
Was kostet OneStream im Vergleich zu Oracle HFM?
Die Kosten hängen unter anderem von der Unternehmensgröße, der Anzahl der Anwender, dem Umfang der Implementierung, den gewählten Funktionen und den individuellen Projektanforderungen ab.
Statt ausschließlich die Lizenzpreise zu vergleichen, empfiehlt sich daher eine Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO). Diese berücksichtigt neben Lizenz- und Implementierungskosten auch Wartung sowie die langfristigen wirtschaftlichen Vorteile einer Konsolidierung mehrerer Lösungen auf einer gemeinsamen Plattform.
Kann OneStream mehrere Finance-Lösungen ersetzen?
Ja. OneStream vereint Finanzkonsolidierung, Planung, Forecasting, Reporting und Analytics auf einer einzigen Plattform. Dadurch können Finance-Teams die Anzahl separater Anwendungen reduzieren, die lizenziert, integriert und gewartet werden müssen. Gleichzeitig lassen sich Governance verbessern und Datenmanagement vereinfachen.
Nicholas (Nick) Cox ist Global Head of Product Marketing bei OneStream in der EMEA-Region. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Rechnungswesen, Finance sowie Business-Software-Anwendungen.
Nick kam 2021 zu OneStream, nachdem er viele Jahre bei Oracle tätig gewesen war. Dort bekleidete er verschiedene Führungspositionen, unter anderem in den Bereichen Strategie, Business Development und Presales Consulting.
Nick verfügt über umfassende Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern und veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu Finance-Themen sowie hält Vorträge zu aktuellen Entwicklungen im Finanzbereich.




